Vereinsgeschichte


Die Gründung des Vereins datiert auf den 24. Januar 1925, bei dem sich die Interessenten des Fußballsports im Gasthof “Zur Linde“ versammelten, um auch in Wiesau diese Sportart populär zu machen. Der Verein erhielt den Namen SPIELVEREINIGUNG WIESAU und als Vereinsfarben wurde damals das auch heute noch gültige WEISS-ROT bestimmt.

Gründungsmitglieder:


Neupert Ludwig Becker Eduard Blechschmidt Michael

Benner Karl Zeitler Ludwig Eckmayer Josef
Maurer Josef Fichtner Hans Höfer Sebastian
Thoma Karl PlattnerAlois Hoffmann Hans
Halbauer Stefan Gleißner Georg BrandstätterAnton


Zum 1. Vorsitzenden wurde Ludwig Neupert gewählt und das erste Vereinslokal war der „ Bayerischer Hof“.Der Spielbetrieb wurde unter schwierigsten Bedingungen aufgenommen und die ersten Spiele fanden auf einem Pachtgrundstück statt. Nach einem Jahr Spielzeit in der A-Klasse Fichtelnaabgau wurde der Pachtvertrag gekündigt. Josef Adam stellte schließlich ein Grundstück zur Verfügung, das allerdings nur bis 1928 genutzt werden durfte. Neues Vereinslokal wurde der Gasthof “Stadt Wien“.

1928 wurde Alois Plattner neuer Vorsitzender. Sportlich stellten sich wieder Erfolge ein und nach dem Aufstieg erreichte man in der Serie 1928/1929 den zweiten Tabellenplatz.

1929 leitete Eduard Becker die Geschicke des Vereins. Arbeitslosigkeit und Armut führten zu einem Tiefstand im Vereinsleben. Finanziell stand man vor dem Bankrott, Rückspielverpflichtungen konnten nicht mehr eingehalten werden.

Auf Initiative von Karl Benner, seit 1930 Vorsitzender, wurde eine Sammelaktion gestartet um eine zwangsläufige Auflösung des Vereins zu verhindern. Neue Sportstätte wurde ein Pachtgrundstück des


Gastwirts Ferdinand Härtl, seine Gaststätte wurde neues Vereinslokal (Sech Ferdl). Nun erkannte man auch die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit und bildete erstmals Jugendmannschaften. Benner musste nach der Machtübernahme durch die Nazis 1933 als nicht “linientreu“ im Rahmen der Gleichschaltung des Sports abtreten.

Der damalige Bürgermeister, Dr. Josef Preiß, wurde neuer Vorsitzender und ein großer Förderer des Vereins. Sein unerwarteter Tod im Jahr 1936 hinterließ eine große Lücke.

In Georg Gleißner, Gründungsmitglied und Pionier des Vereins, fand man eine geeignete Persönlichkeit, der die Geschicke bis 1940 führte. In dieser Zeit belegte man in der Kreisklasse Mittelfeldplätze. 1939 verlor man durch einen tragischen Sportunfall Karl Graf, einen leidenschaftlichen Fußballer. Während eines Freundschaftsspiels gegen eine Wehrmachtauswahl verletzte er sich bei einem Kopfballduell so schwer, dass er noch auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb.

Mit Beginn des Krieges wurde der Spielbetrieb eingestellt. Viele verdiente Spieler kehrten von ihren Kriegseinsätzen nicht zurück. Sämtliche Vereinsunterlagen gingen während der Kriegs- und Nachkriegszeit verloren, eine namentliche Erwähnung verdienter Kräfte wurde dadurch für immer unmöglich. Durch einen Erlass der Militärregierung wurden 1945 sämtliche Vereine aufgelöst.

1946 wurde der Zentralsportverein Wiesau gegründet, der mit Fußball, Turnen und Schach alle Wiesauer Sportvereine in sich vereinigte. Georg Gleißner stellte sich in dieser schweren Zeit erneut als Spartenleiter zur Verfügung und im Kreis Wunsiedel fand wieder ein geordneter Spielbetrieb statt. Am 15. September 1946 trat man in Wiesau zum ersten Punktspiel an.

Die Mannschaft bestand aus den nachfolgend genannten Spielern: Klarner, Schraml, Dirmeier, Thümler, Lex, Braun H., Höcht, Berthold, Klinger, Bayer, Braun E., Pöschl, Strobl, Schmucker und Rosa.

Bemerkenswert in dieser Zeit war auch die Leistung der Mannschaft außerhalb des Spielfeldes. Nach einem Auswärtsspiel beim TSV Waldershof musste man den LKW nach Hause schieben, als diesem am “Ödberg“ das Holzgas ausging. Bei den 34 im Spieljahr 1946/47 ausgetragenen Spielen gab es 21 Siege, 1 Unentschieden und 12 Niederlagen, bei einem Torverhältnis von 156:86 Toren.

1947 wurde die Spielvereinigung wieder selbständig und Hans Müller übernahm die Vereinsführung. Die Spielgruppen wurden neu eingeteilt und man fand Aufnahme in der Zwischenliga, einer Zusammensetzung der Spitzenmannschaften der Kreise Hof und Wunsiedel.

1948 übernahm Hans Leibold die Geschicke des Vereins und mit 51 ausgetragenen Spielen war man äußerst aktiv. Unter Bestrebungen des damaligen Kreisspielleiters und unter Berücksichtigung finanzieller Schwierigkeiten des Großteils der Vereine wurde die Zwischenliga aufgelöst und die A-Klasse Wunsiedel-Stiftland gebildet.

1950 wurde das 25-jährige Jubiläum gefeiert und die ersten verdienten Mitglieder mit den Vereinsehrennadeln in Gold und Silber ausgezeichnet.

Mit einer Jugendmannschaft, der Ersten, der Reserve und der Altliga hatte man vier Mannschaften im Spielbetrieb, die sich alle beachtlich schlugen.

Karl Benner wurde nach Rückkehr aus der Gefangenschaft 1951 erneut Vorsitzender. In seiner Amtszeit wurde das einmalige Projekt „Tonwerkstadion“ aus der Taufe gehoben und 1953 eingeweiht. Initiator war Dir. Alois Daubenmerkl und mit Unterstützung des Betriebsleiters Max Süß entstand eine Sportanlage, die allseits große Bewunderung auslöste. Baumaterialien und finanzielle Unterstützung der Tonwarenfabrik sowie Zuschüsse über den Bayerischen Fußball-Toto bewegten die Wiesauer Vereine zu einer großen Gemeinschaftsaktion, die die Mitglieder der SpVgg mit rund 3000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit unterstützten. 1954 wurde die Sportplatzgaststätte “Hüttl“ bezogen, welches heute wohl noch vielen in nur positiver Erinnerung sein dürfte und schlechthin Vereinsgeschichte schrieb.

1954 begann die Ära des Fabrikanten Otto Kärner, der am 6.März zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde und das Amt 20 Jahre ausübte. 1974 wurde er zum Ehrenvorsitzenden der SpVgg Wiesau ernannt und unterstützte den Verein finanziell bis zu seinem Tod in 2005. Aber auch sportlich war das Jahr 1954/55 von Bedeutung - die 1 Mannschaft kam das erste Mal zu Meisterehren. Erst das letzte Verbandsspiel gegen den SB Marktredwitz, das mit 5:0 gewonnen wurde, entschied die Meisterschaft. Torschützen waren Anton Ulrich und Horst Klinger mit je 2 Treffern und Erich Müller.


Abschlußtabelle

1. SpVggWiesau 22 63:25 31:13

2. FCMarktleuthen 22 53:40 28:16

3. SVWaldsassen 22 59:58 25:19


Mit großer Hoffnung startete man in die Aufstiegsrunde, doch die große Ernüchterung folgte beim ersten Auftreten vor einer Rekordkulisse von 2000 Zuschauern verlor man gegen den TSV Stadtsteinach mit 0:1. Die


Enttäuschung war groß. Ein 2:2 beim FK 09 Selb und eine 5:1-Niederlage in Stadtsteinach verhinderten den sofortigen Aufstieg.

Durch den unerwarteten Einzug der SpVgg Hof in die Nordbayerische Amateurliga war der Aufstieg plötzlich wieder in greifbarer Nähe. Ein Spiel gegen den FC Kirchenlamitz musste die Entscheidung über den freien Platz in der Bezirksliga bringen. Zur Vorbereitung auf diese wichtige Partie wurde das Marktredwitzer Haus als Trainingslager ausgewählt und erst kurz vor dem Spiel auf dem Platz des SC Wacker Marktredwitz reiste man an. 3000 Zuschauer sahen ein von Spannung und Dramatik geprägtes Spiel.



Die SpVgg Wiesau trat in folgender Besetzung an:


Klarner

Riedl Gleißner

Th. Höcht Fr. Höcht Lex

Kormann E. Riedl Ulrich Klinger Müller


Das 1:0 durch Kormann in der 61. Minute konnte Ulrich 7 Minuten später sogar auf 2:0 ausbauen. Lex und Kormann scheiden kurz darauf verletzt aus und Klinger muss nach einem Kopfballduell ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die 74. und die 80. Minute waren der Zeitpunkt zum Anschluss- und Ausgleichstreffer durch den FC Kirchenlamitz. Unsere verbliebenen acht Spieler, Auswechselspieler waren noch nicht erlaubt, erzwingen ein offenes Spiel. In der 87. Minute gibt es Eckball für Wiesau, der verletzte Kormann humpelt kurz vor der Ausführung auf das Spielfeld und kann aus einem Gedränge heraus den Ball zum 3:2 über die Torlinie drücken. Als Ulrich in den Schlussminuten wegen Nachhakens auch noch die rote Karte erhält, müssen sieben Spieler den Sieg über die Zeit retten.

Der Verein konnte zum 30-jährigen Jubiläum den bisher größten sportlichen Erfolg mit dem Aufstieg in die Bezirksliga feiern. Als Dank erhielten die Spieler die Vereinsnadel in Silber. Anerkennung fanden auch die Leistungen der Reserve und der Jugend, die zum Erfolg der 1. Mannschaft wesentlich beitrugen.


Diese setzten sich wie folgt zusammen:


Reserve: M. Süß - J. Oppl - Bauer – Lampert - A.Riedl – Lang – Stock – Zimmermann - H. Klinger – Domke - H. Summer


1. Jugend: H. Lang - E. Süß - R. Kreuzer – Ernstberger - A. Kreuzer - Schreiber – Fidelak – Walter - Gleißner - Sieder


Vor der neuen Spielsaison verzog Trainer Hans Landgraf aus beruflichen Gründen und Paul Schmidt aus Weiden wurde als Spielertrainer verpflichtet. Im ersten Bezirksligajahr belegte man am Ende den achten Tabellenplatz.

In der Punkterunde 1955/1956 rückten mit Hans Wich, Horst Walter und Hans Ernstberger drei Jugendspieler auf und man landete zum Ende auf dem 9. Tabellenplatz.

1957 wurden mit Robert Schwind, Herbert Gleißner und A. Kreuzer wieder drei Nachwuchsspieler für die erste Mannschaft nominiert und man wurde im dritten Bezirksligajahr Zwölfter.

In der darauffolgenden Serie 1958/59 konnte man sich auf den achten Platz verbessern.

1960 wurde Paul Schmidt nach 5-jähriger Trainertätigkeit von Theo Lex abgelöst. Rudi Klamer, der als Torwart ein Stück Nachkriegsgeschichte schrieb, absolvierte im Oktober 1960 sein letztes Spiel und Horst Walter wechselte zum VfB Helmbrechts. Am Ende belegte man Platz 7 in der Liga.

1961 finanzierte der 1 .Vorsitzende Otto Kärner eine Urlaubsfahrt nach Italien, mit einem Spiel gegen Juventus Borgo San Lorenzo (0:1 Sieg). Die Austragung des Rückspiels fand im Mai 1962 vor 2000 Zuschauer statt. Die Gäste siegten mit 2:4.

1962 beendete Theo Lex seine erfolgreiche Laufbahn als Spielertrainer und Rudi Nürnberger aus Marktredwitz wurde sein Nachfolger. Die Mannschaft erreichte in der Saison 1962/63 den vierten Platz. Die Spieler Robert Schwind und Herbert Gleißner wurden in die Oberfrankenauswahl berufen und kamen im Spiel gegen Niederbayern zum Einsatz.

1964 fiel man auf Platz neun zurück und erst zum 40-jährigen Jubiläum 1965, dem 10. Bezirksligajahr, bestätigte der fünfte Tabellenplatz einen erneuten Aufwärtstrend. Das ausgetragene Jubiläumsturnier gewann die SpVgg Fürth, FC Bayern Hof und SC Wacker Marktredwitz waren neben der SpVgg die weiteren Teilnehmer. Die 1. Jugend und die Schülermannschaft belegten in dieser Punktserie in der Kreisgruppe Marktredwitz den zweiten Platz.

1965/1966 machten sich die ersten Meisterschaftsgedanken breit, als man zum Abschluss der Serie den 3. Patz belegte. Robert Schwind wurde mit 35 Toren erfolgreichster Schütze und war maßgeblich am guten Abschneiden der Mannschaft beteiligt. Wertvolle Nebeneinnahmen erzielte man durch die Teilnahme am DFB-Pokal, Dabei konnte man Mannschaften wie den VfB Helmbrechts (3:2) und den FC Bamberg (5:4) als Favoriten auf Bezirksebene Oberfranken aus dem Rennen werfen.Im Endspiel unterlagen wir in Marktredwitz dem Bayernligisten FC Lichtenfels mit 1:3. Die Reservemannschaft ließ durch Erringen der Gruppenmeisterschaft aufhorchen.

1966/1967: Mit den Jugendspielern Günter Fritsch, Wolfgang Kollarik und Franz Dürrschmidt wechselten wieder Eigengewächse zur 1. Mannschaft und Hans Landgraf wurde erneut als Trainer verpflichtet. Die SpVgg erreichte erneut das oberfränkische Pokalfinale, das wiederum der FC Lichtenfels mit 3:0 gewann. Die Punktspielrunde brachte den beachtlichen zweiten Tabellenplatz ein.

Zur vorläufigen Krönung der Vereinsgeschichte wurde das 13. Bezirksligajahr 1967/1968 mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Landesliga Nord. Die Mannschaft wurde nach dem Wechsel von Robert Schwind zur SpVgg Weiden durch Peter Schraml und Ludwig Denz verstärkt.



Abschlusstabelle:

1. SpVggWiesau 30 82:37 46:14
2. FCSchwarzenbach(Saale) 30 90:35 44:14
3. ASVSchwarzenbach(Wald) 30
85:43 43:17


Die Meistermannschaft von 1968


Von li nach re: Trainer Hans Landgraf - Gleißner Herbert - Denz Ludwig - OppI Josef - Schraml Gerd - OppI Helmut - Kaufmann Peter - Dürrschmidt Franz - VogI Ewald - KoIIarik Wolfgang - Fritsch Günter - Mayn Hans - Gruner Ludwig - Masseur Ullich 0tto


Die Reservemannschaft errang die Vizemeisterschaft und die 1.Jugend schaffte den Aufstieg in die Oberfrankenliga Gruppe Ost.

1968 erfolgte überraschend die Ablösung von Trainer Hans Landgraf, der die Mannschaft zweimal zur Meisterschaft führte. Nachfolger wurde Hans Ascherl aus Tirschenreuth, seit 1964 aktiver Spieler des Vereins. Um den Landesligakader zu verstärken wurden W. Hüttner, W. Müller, Georg Heigl, H. Ries und Reinhard Kaiser verpflichtet. Mit Ludwig Denz, Herbert Gleißner, Günter Fritsch und Franz Dürrschmidt waren vier Spieler in der Oberfrankenauswahl vertreten und im Endspiel gegen Schwaben eingesetzt. In der ersten Landesligaserie konnte trotz des Wechsels von Ludwig Denz zum TSV 1860 München der neunte Tabellenplatz erreicht werden. Mit überragenden Siegen vor einer traumhaften Zuschauerkulisse gegen den Bayernliga-Absteiger 1. FC Bamberg mit 5:1 und den SC Wacker Marktredwitz mit 6:1 wurde der Grundstock für den Ligaerhalt geschaffen.

Konrad Zant, Werner Eiser, Manfred Bauer, Horst Schmieder und Rudi Eckert kamen neu in die Mannschaft, die sich in der Serie 1969/1970 auf den achten Platz verbessern konnte. Herbert Gleißner beendet seine aktive Laufbahn nach 459 Spielen und 249 erzielten Toren bei der SpVgg Wiesau und Franz Dürrschmidt wechselt zur SpVgg Weiden.

1970/71: Mit Reinhard Klarner, Walter Bäumler, Winfried Brunhofer und Karl Rößler startet man wieder mit Kräften aus der eigenen Jugend in die neue Serie. Die dritte Landesligaserie endet mit dem Abstieg - nur zwei Punkte fehlten zum Klassenerhalt.

In der Spielzeit 1971/1972 wird Rudi Nürnberger neuer Trainer in Wiesau. Ries, Zant, Eckert, Eiser und TW Praller verlassen den Verein. German Süß beginnt seine erfolgreiche Laufbahn als Torwart in der ersten Mannschaft (422 Einsätze mit nur 534 Gegentoren - eine durchaus stolze Bilanz). Das Spiel um den Klassenerhalt im ersten Bezirksliga-Jahr wurde gegen den VfB Bayreuth nach Verlängerung mit 4:6 verloren und nur durch den freiwilligen Rücktritt des TSV Mainaschaff aus der Landesliga und dem Nachrücken der SpVgg Hof konnte die Spielklasse erhalten werden. Theo Lex übernimmt bereits im November 1971 das Traineramt von R. Nürnberger. Am Saisonende verlassen Heigl, Schafhauser und G. Fritsch den Verein.

1972 wird Georg Gleißner als 2. Vorsitzender verabschiedet und wegen seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Hans Seidel übernimmt das freie Amt.

Sechs Mannschaften müssen 1973 aus der Bezirksliga absteigen und der 12. Tabellenplatz reicht für unsere Mannschaft nicht zum Klassenerhalt.


1973/74 wird durch das Forcieren der Jugendarbeit versucht einen gezielten Neuaufbau zu starten. Mit zwei Jugend- und drei Schülermannschaften nimmt man am Punktspielbetrieb teil.

1974/75: Horst Klinger wird neuer Trainer für Theo Lex, allerdings muss dieser das Amt bereits im April 1975 aus beruflichen Gründen niederlegen. Wolfgang Kollarik übernimmt diese Aufgabe Die Mannschaft erreicht den siebten Platz. Die Abgänge von Walter Bäumler und Reinhard Klarner werden durch die Neuzugänge Xaver Blohmann und Günter Gerg ausgeglichen.



Hinten v.Ii nach re: Blohmann Xaver - OppI Horst - Brunhofer Winfried - Alscher Walter - OppI Helmut - Gerg Günter - Kollarik Wolfgang - Rößler Karl-Spielleiter Pappenberger Richard

Vorne v. li nach re: Budek Reinhard - Süß German – Schraml Peter - LößI Herbert


Nach dem Rücktritt des 1. Vorsitzenden Otto Kärner übernimmt Hans Seidel den Posten als geschäftsführender Vorstand und wird offiziell zum 1. Vorsitzenden gewählt. Unter seiner Regie laufen die Vorbereitungen für das 50-jährige Jubiläum mit den Kaiserlich-Böhmischen Musikanten.

Auf dem sportlichen Sektor konnte der Zweitligist 1. FC Saarbrücken mit Felix Magath für ein Freundschaftsspiel gewonnen werden. Die Stiftlandauswahl unterlag mit 1:5, der Ex-Wiesauer Ludwig Denz war wegen einer Sperre leider nicht spielberechtigt.

1975/76 stabilisiert sich die Mannschaft wieder und man erreicht den dritten Platz in der A-Klasse. Die erste Schülermannschaft steigt in die Oberfrankenliga auf. Die erste Wiesauer Damenfußballmannschaft wird gegründet, allerdings geht das Auftaktspiel vor einer Rekordzuschauerkulisse gegen den FC Münchberg mit 0:16 verloren.


Im Spieljahr 1976/77 übernimmt man nach dem siebten Spieltag die Tabellenführung und steigt zum Abschluss der Serie wieder in die Bezirksliga auf. Die Meisterschaftsfeier findet erstmals im neuen Restaurant “Sportzentrum“ statt.

1977/1978: Herbert Danzer wird in der Generalversammlung im Juli 1977 der neue 1. Vorsitzende und Hans Seidel übernimmt den Stellvertreterposten. Michael Eckl, langjähriger Platzwart des Vereins wird zum Ehrenmitglied ernannt. Herbert Gleißner, der neue Trainer, muss aus gesundheitlichen Gründen im Frühjahr 1978 durch Günther Kopietz ersetzt werden. Die erste Mannschaft schafft den Klassenerhalt nicht und steigt wieder in die A-Klasse ab. Im Juli werden die Anlagen des Sportzentrums offiziell ihren Bestimmungen übergeben und in einem Freundschaftsspiel besiegt der 1.FC Nürnberg, übrigens in kompletter Besetzung, die sich wacker schlagenden Gastgeber mit 2:5 Toren. Die Anlagen wurden im Juli auch gleich Austragungsort um den Stiftlandpokal der Frankenpost, wobei sich die SpVgg erst im Endspiel dem SV Mitterteich mit 6:4 nach Elfmeterschießen geschlagen geben musste.


1978/1979: Hubert Seidl wird auf Grund seiner Verdienste um den Verein in der Jahreshauptversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Mit dem Erscheinen der Vereinsbroschüre “Tempo“ werden neue Wege der Mitgliederinformation beschritten. Im November 1978 wird der Ehrenvorsitzende Georg Gleißner zu Grabe getragen und eine große Trauergemeinde gab ihm das letzte Geleit. Bereits zu Beginn der Serie wird Günther Kopietz von Helmut Oppl als Trainer abgelöst, der die Mannschaft im letzten Punktspiel zur Meisterschaft führt und damit den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga schafft. Meistergefühle auch bei der A-Jugend und der C-Schüler. Umrahmt wurde die Meisterschaftsfeier durch ein Treffen der ehemaligen Landesligaelf gegen die SpVgg und das Sportzentrum erlebt eine lange Nacht.

1979/1980: Franz Dürrschmidt wird als neuer Trainer für die beginnende Bezirksligasaison verpflichtet. Die Punkterunde wird äußerst erfolgreich mit dem 3. Tabellenplatz abgeschlossen, ungeschlagen auf eigenem Platz. Die A-Jugend kann die Spielklasse leider nicht erhalten und muss wieder absteigen. Erfolg noch einmal für die erste Mannschaft: im August kann im dritten Anlauf um den Stiftlandpokal in Waldsassen der SVMitterteich mit 4:1 besiegt werden.

1980/1981:Karl Kreuzer, den die Zeitung in einem Artikel einmal so treffend als Lexikon der SpVgg Wiesau bezeichnete, wird in der Weihnachtsfeier für sein Engagement zum Ehrenmitglied ernannt. Im März 1981 legt Franz Dürrschmidt an der Sporthochschule Köln die Fußball-Lehrerlizenz des DFB mit der hervorragenden Note 1,4 ab. Die Mannschaft verspielt durch eine 2:1 -Niederlage im 33. Verbandsspiel gegen Oberkotzau die Chance auf die Meisterschaft und erreicht erneut den dritten Platz, den in dieser Serie auch die Reserve einnehmen kann.

1981/1982: Vorstandswechsel im Juli1981. Herbert Danzer verläßt aus beruflichen Gründen Wiesau und Erich Faltenbacher wird zum Nachfolger gewählt. Alfred Härtl wird der neue 2. Vorsitzende. Karl Kreuzer scheidet nach mehr als 30 Jahren Funktionärstätigkeit, in denen er sogar als Schriftführer und Kassier eine Doppelfunktion durchlebte, aus den Ämtern aus. Die Geschichte des Vereins wird allerdings zeigen, dass dies nicht das Ende seiner Aktivitäten bedeutete.


Die Informationsschrift „Report“ wurde von ihm initiiert und noch viele Jahre ausgearbeitet und erstellt.

1982/1983: Vor Beginn der neuen Serie wechselt Harald Fritsch zum SC Wacker Marktredwitz. Michael Duchek, Lothar Kispert und Ludwig Mayerhofer stellen sich als neue Spieler vor. Hohe Auszeichnung der Spielvereinigung im Oktober 1981, als Vertreter der Frankenpost den Fairnesspokal überreichen.Das in der Presse als “Wiesauer Modell“ vorgestellte Programm der Jugendarbeit findet große Resonanz und Nachahmung. Hierbei nehmen die Spieler der ersten Mannschaft die Doppelbelastung auf sich und trainieren unsere Nachwuchsmannschaften. Die erste Mannschaft wird Tabellenvierter, die Reserve belegt zum Abschluss den fünften Platz.

Die Oberfrankenauswahl, die im Juni 1983 in Wiesau um den bayernweiten Hans-Huber-Pokal spielt und von Franz Dürrschmidt betreut wird, gewinnt 2:0 gegen Mittelfranken. Mit von der Partie sind die Wiesauer Karl Rößler, Lothar Kispert und Bernhard Ernstberger.

Neben Rößler und Kispert bestreiten noch TW German Süß und Herbert Lößl auch das Endspiel gegen Schwaben in Aichach. Die Oberfrankenauswahl gewinnt durch einen 2:1 Sieg am 4. Juli 1983 den Hans-Huber-Pokal, wobei der eingewechselte Kispert in der 82. Min. per Foulelfmeter den Siegtreffer erzielen kann. Vertrauensbeweis auch für die Vorstandschaft bei der Jahreshauptversammlung 1983, bei der sich nur der 2. Vorsitz ändert. Toni Dutz nimmt hier die Position von Alfred Härtl ein.

1983/1984: Die erste Mannschaft gewinnt im Juli 1983 in Krummennaab zum zweiten Mal den Stiftlandpokal der Frankenpost und verstärkt sich zum Saisonbeginn mit den Spielern Wolfgang Grimm und Harald Fritsch. Zum zweiten Mal bekommt die Mannschaft den Fairnesspokal der Bezirksliga Oberfranken Ost überreicht. Herbert Lößl legt im Mai 1984 die Trainer-A-Lizenz in der Sportschule München-Grünwald als Zweitbester ab. Die Mannschaft erreicht den vierten Platz, die C-Schüler, unter Betreuung von Eckbert Vollath und Klaus Maurer erringt die Meisterschaft und steigt in die Kreisklasse auf.


1984/1985: In der neuen Saison rücken acht Jugendspieler in den Seniorenbereich auf und sollen eingebaut werden. TW Manfred Zintl ist einziger Neuzugang. Die Altliga des Vereins erlebt ebenfalls ein Hoch, und ein AH-Blitzturnier mit anschließendem Gartenfest im Sportzentrum wird zum Erfolg. Die D-Schüler Jovanovic, Büttner und Polster werden in die von Herbert Lößl betreute Kreisauswahl berufen. Als Motor der hervorragenden Jugend- und Schülerarbeit der SpVgg kann Herbert Lößl 1984 den Sepp-Herberger-Preis entgegennehmen und wird mit dem BFV-Jugendehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet. Der C-Jugendliche Helmuth Schuller wird zu einem Landesauswahllehrgang in die Sportschule Grünwald eingeladen. Der im Verein und als Freund geschätzte Spielleiter Richard Pappenberger erhält für seine 10-jährige Funktionärstätigkeit die BFV-Verbandsehrennadel in Silber. Neuheit für den Verein war die Meldung einer dritten Mannschaft, unterstützt durch altgediente AH-Spieler, die zu Saisonende rechnerisch als Vizemeister der C-Klasse außer Konkurrenz abschließt.

Die erste Mannschaft erreicht erneut das Endspiel im Stiftlandpokal, muss sich aber dem SV Mitterteich in Schönkirch mit 1:0 geschlagen geben. Zum 60-jährigen Jubiläum erringt das Team bereits am vorletzten Spieltag die Meisterkrone trotz einer 2:0 Niederlage bei Saas Bayreuth, da sich der Zweitplazierte FC Münchberg in Altenplos ebenfalls einen Punktverlust erlaubt.

Das 60-jährige Vereinsjubiläum 1985, wird mit der Trachten- und Showkapelle Franzl Senger und den Geschwistern Leismann umrahmt. Sportlich steht neben der Teilnahme an Turnieren ein Freundschaftsspiel gegen den künftigen Landesligagegner Bayern Hof auf dem Programm, das leider mit 1:2 verloren wird. Die A- und B-Jugendmannschaften ziehen gegen den Nachwuchs des 1 .FC Nürnberg (0:7 und 0:8) deutlich den Kürzeren.



Erstmalig trägt man mittels Antrag den Gedanken einer mobilen Bandenwerbung als Einnahmequelle zur Kostendeckung an die Gemeinde heran.

1985/1986: Zum Start in die Landesligaserie, zu der nur Roland Fischer als Neuzugang verpflichtet wird, rücken sieben Spieler aus der eigenen Jugend auf. Auch auf dem Trainerposten gibt es eine entscheidende Änderung: Franz Dürrschmidt, der die Mannschaft sechs Jahre trainiert und in die neue Spielklasse geführt hat, wechselt als Trainer zum Zweitligisten SpVgg Bayreuth. Die Enttäuschung darüber ist offenkundig, man zeigt jedoch Verständnis für diese Entscheidung. Karl Rößler, mit 553 Einsätzen verdienter Spieler des Vereins, wird sein Nachfolger. Franz Dürrschmidt kehrt jedoch im Winter an seine alte Wirkungsstätte zurück und Karl Rößler übernimmt die A-Jugend. In dieser Serie wird man Tabellenletzter und muss nach einjährigem Gastspiel wieder in die Bezirksliga absteigen. Die “Zweite“, die in der C-Klasse unter Trainer Xaver Blohmann belegt zu Saisonende den vierten Platz. Die Dritte“ wird hingegen souveräner Meister der Reserverunde.

Konrad Zant wird neuer Trainer für die Oberfrankenliga ab 1986/87 und mit den Neuzugängen Jost, Plonner, Goldstein, W. Wildenauer und dem Heimkehrer H. Oppl geht man in die neue Serie. Komplettiert wird das Aufgebot durch die Nachwuchsspieler Popp und Schuller. Man erreicht zum Abschluss den vierten Platz, punktgleich mit dem dritten BSV Bayreuth. Die Reserve erreicht den fünften Platz. Bei der Endrunde der Hallenkreismeisterschaft in Mitterteich holt sich die Erste den Titel, hat aber bei den oberfränkischen Meisterschaften nichts zu bestellen. Zum dritten Mal erringt man in dieser Serie den von der Frankenpost gestifteten Fairnesspokal der Bezirksliga, der damit endgültig in den Besitz der Spielvereinigung übergeht.

Den Abschluss der Serie bildet eine Spanienfahrt nach Malgrat, bei dem neben dem Badeurlaub sowohl mit der Jugend- als auch der Seniorenmannschaft an einem Turnier teilgenommen wird. Mit Ludwig Mayerhofer (Trainer in Falkenberg), Bernhard Ernstberger, Herbert Lößl (Trainer in Steinmühle) und Harald Fritsch werden vier langjährige Aktive verabschiedet. Gerhard Engelmann kommt in einer Stiftlandauswahl gegen den Bayernligisten FC Amberg zum Einsatz. In der Punkteserie 1986/87 wird die A-Jugend unter Trainer Rößler mit über 100 erzielten Toren Meister und steigt in die Kreisliga Oberfranken Ost auf. Interessant ein Freundschaftsspiel der A-Jugend gegen die Bayernligamannschaft des SSV Jahn Regensburg, bei dem die Akteure ein achtbares 2:2 erreichen.

Führungswechsel bei der Jahreshauptversammlung 1987. Hans Seidel wird nach 10 Jahren Pause erneut zum 1.Vorsitzenden gewählt, Bürgermeister Fritz Fröhlich wird Stellvertreter.

1987/1988: Mit Walenta, sowie TW Lorenz, W. Zant und P. Zimmermann aus der eigenen Jugend startet man in die neue Serie. Man verkraftet den Verlust zahlreicher Spieler nicht und erreicht am Ende den 13. Platz. Die Reserve wird dagegen Vizemeister und blickt auf eine erfolgreiche Serie zurück. Die A-Jugend wird unter Trainer Giehl Hallenkreismeister und belegt bei den oberfränkischen Meisterschaften in Marktredwitz einen guten vierten Platz. Die Erste kann ihren Vorjahrestitel nicht verteidigen, besiegt aber im kleinen Finale den SV Mitterteich und wird Dritter. Auch im Stiftlandpokal wird der dritte Platz belegt. Meisterlich beendet dagegen die C-Jugend unter Trainer Klaus Maurer die Saison mit einem Entscheidungsspiel gegen den SV Mitterteich und ist Aufsteiger in die Oberfrankenliga.

1988/89 wird die Serie der “Trainerwechsel“ innerhalb des Seniorenbereichs. Konrad Zant beendet im November 1988 seine Tätigkeit und German Süß übernimmt die Mannschaft. Bereits im Januar 1989 wird Heinz Esser verpflichtet, betreut die Mannschaft aber nur in einem Spiel und Spielleiter German Süß übernimmt erneut die Verantwortung. Sieben Spieltage vor Saisonende folgt Otto Nachtmann, der erst mit Beginn der neuen Serie als Trainer fungieren soll, die Mannschaft und schafft den Klassenerhalt. Bei der Hallenkreismeisterschaft scheitert die Mannschaft erst im Finale gegen den gastgebenden SV Mitterteich. Die Reserve belegt den neunten Platz. Mit TW Messer, Klughardt und Rückkehrer Peter Wildenauer, sowie in der Winterpause Walter Trottmann sind die Neuzugänge der laufenden Serie genannt. Aus der eigenen Jugend kommen Wolfgang Vollath und der vorzeitig freigemachte Helmuth Schuller zum Seniorenkader.

In Wiesau besteht erstmals das Angebot einer Dreifachturnhalle, die zukünftig Austragungsort zahlreicher Turniere wird. Die AH-Mannschaft sichert sich dabei nach dem Sieg beim Jubiläumsturnier des SC Wacker Marktredwitz auch beim Sparkassenpokal den ersten Platz. Für eine Überraschung sorgt die Reserve beim ersten Turnier der SpVgg in der neuen Halle. Man bezwingt im Finale die SG Fuchsmühl.

Durch Rückzug anderer Jugendmannschaften schafft die A-Jugend den Klassenerhalt in der Bezirksklasse Oberfranken Ost, die C-Jugend erspielt sich in ihrem ersten Oberfrankenligajahr einen Mittelfeldplatz.

1989/1990: Zwei entscheidende Neuerungen prägen noch das Jahr in der Geschichte der SpVgg Wiesau. Auf Initiative von Harald Fritsch trägt man im Januar 1990 zum ersten Mal ein Bürgerhallenturnier für Freizeitmannschaften aus. Die Veranstaltung wird in den folgenden Jahren zu einer festen Einrichtung und ein voller Erfolg. Im April erscheint erstmals die von Vereinsarchivar Karl Kreuzer erstellte Vereinsschrift „Report“, die nach dem Wegfall von „Tempo“ zu allen Heimspielen der Ersten erscheint Die turnusgemäßen Vorstandswahlen bringen keine Veränderungen in der Vereinsführung.

Werner Wildenauer und Claus Wittmann sind die Neuen für die beginnende Serie 1989/90. Nach einem schwachen Start erkämpft sich die Mannschaft mit hervorragenden Leistungen und einer Serie von 14 Spielen ohne Niederlage Platz 5. Die Reserve muss sich mit dem zwölften Platz zufrieden geben. Die A-Jugend belegt diesmal einen Mittelfeldplatz, die B-Jugend steigt wegen Verzicht des Meisters SV Mitterteich als Zweiter in die Bezirksklasse Oberfranken auf und die C-Jugend steigt aus dieser in die Kreisklasse ab.

Das 65-jährige Vereinsjubiläum zum Pfingstwochenende 1990 kann wieder mit einem abwechslungsreichen Programm aufwarten. Höhepunkt bildet diesmal ein Fußballspiel der Alt-Internationalen gegen eine Stiftlandauswahl von AH-Spielern, die in der Halbzeit durch altgediente Spieler des Vereins ausgewechselt werden. Die Mannen um TW Kleff, Wolfgang Overath, Uwe Reinders und Rainer Bonhof gewinnen das Spiel mit 6:1 und WDR-Reporter Jochen Hageleit hält die 1700 Zuschauer trotz schlechten Wetters gekonnt bei Laune. Die Telstars und die Original Fichtelgebirgsmusikanten zählen zum musikalischen Aufgebot des Festes und beim Preisschafkopf wird an 33 Tischen um attraktive Preise gekämpft.

1990/1991: G. Popp und W. Zant verlassen den Verein, TW Zeus, H. Arzberger, J. Sojka und S. Zölch sind als Neuzugänge zu verzeichnen. Diese Spielserie verläuft alles andere als optimal und man steigt nach 12 Jahren Bezirksliga als Viertletzter in die A-Klasse ab. Die Reserve schlägt sich auch nicht besser und landet auf dem 15. Platz. Die Jugendmannschaften belegen in ihren Spielklassen durchwegs akzeptable Plätze. Auch beim Wiesauer Dreikönigsturnier können unsere Jugendmannschaften als Gastgeber erste Plätze belegen.

Hans Bayer wird der neue 1. Vorsitzende bei den Wahlen im Juni 1991, da Hans Seidel sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung stellt. Auch auf den anderen Positionen gibt es zahlreiche Veränderungen. Dieser Umbruch betrifft auch den sportlichen Bereich.


Zu Beginn der neuen Serie 1991/92 verlassen mit Engelmann, Schuller, TW Zeus, Jost, Ernstberger, Höfer, Trottmann und Fritsch, der seine Laufbahn endgültig beendet, acht erfahrene Spieler den Verein. TW R. Hennig (SC Wacker Marktredwitz) und T. Götz (SV Schönhaid) sind als Rückkehrer zu verzeichnen und mit M. Pappenberger, G. Enslein, T. Meiler, G. Fichtner, C. Schultes und T. Leibold stehen überwiegend Spieler aus der eigenen Jugend zum Einbau bereit. Mario Rasp kommt als Jugendspieler zu seinen ersten Einsätzen. Das Ziel dieser Serie heißt eindeutig Klassenerhalt mit dem Ziel in drei bis vier Jahre Bezirksliga-Aufstieg. Am Ende steht man auf Rang 11 und hat den Klassenerhalt sicher. Die Reserverunde wird in diesem Spieljahr ohne Ausfall ausgetragen und die Mannschaft erreicht Platz sieben.

Die A-Jugend erhält die Spielklasse, die B-Jugend muss abgemeldet werden und die C-Jugend steigt in die Kreisklasse ab und bildet für die neue Serie mit der SG Fuchsmühl eine Spielgemeinschaft.

Unter der Leitung von Josef Pappenberger wird die Bandenwerbung installiert und vor allem German Süß, Hans Wich und Platzwart Karl Stöckl erweisen sich dabei als unermüdliche Mitstreiter.

In der Serie 1992/93 kommen TW M. Kropac, Bubenik und aus der A-Jugend A. Rosner und 0. Viereck hinzu. Nach einem guten fünften Platz zur Winterpause, in der H. Schuller zum Verein zurückkehrt, muss man am Ende mit dem VfB Arzberg und dem SV Poppenreuth den zweiten Absteiger zur B-Klasse ermitteln. Mit einem 3:0 Sieg gegen den SV Poppenreuth kann man diese Aufgabe aber souverän erledigen und bleibt damit auch für das kommende Jahr A-Klassist. Die Reserve erringt die Vizemeisterschaft. Die A-Jugend verkraftet den Aderlass an Spielern in den letzten Jahren nicht und steigt in die Kreisklasse ab. Ein Freundschaftsspiel der Bayernliga-A-Jugend des 1 .FC Nürnberg im September 1992 im Sportzentrum verliert die gastgebende Erste mit 1:3, wobei Rasp und Zölch die Gästeabwehr aber auf das Äußerste fordern können.

Nachdem Hans Bayer im Herbst als Vorsitzender zurückgetreten ist, wählt die Mitgliederversammlung im März 1993 Carsten Wege zum neuen 1 Vorsitzenden. Fritz Fröhlich hatte bis dahin kommissarisch die Vereinsführung übernommen. Zum Ende der Serie wird H. Oppl, er wechselt beruflich bedingt, mit 328 Spielen von der SpVgg verabschiedet.

1993/1994: TW Hennig und M. Rasp, der sich der SpVgg Weiden anschließt, aber in der Winterpause zurückkehrt, wechseln den Verein. M. Rakosnik, M.Schauer und J. Pappenberger (Jugend) sind die Neuzugänge. Im Verlauf der Saison 1993/94 bleibt man im heimischen Sportzentrum ungeschlagen, fängt mit einer Serie von 14:0 Punkten den ATS Mitterteich als Tabellenführer noch ab und kann sich einen Spieltag vor Schluß mit einem Sieg beim FC Tirschenreuth die Meisterschaft in der A-Klasse sichern. Dies bedeutet nach drei Jahren die Rückkehr in die Bezirksliga, zu der neben den bewährten Spielern um Trainer Nachtmann auch die Aktiven aus der eigenen Jugend beitragen, die vorher schon erfolgreich auf Bezirksebene gespielt haben und beispiellos in die Mannschaft eingebaut wurden.


1994/1995: Mit M. Rakosnik, M. Schauer und A. Rosner verlassen drei Spieler den Verein und M. Stifter, St. Rath und W. Zant, der das zweite Mal nach Wiesau kommt, sind die Ergänzungen des Spielerkaders, der nach dem Winter noch durch R Mirovsky erweitert wird. Nachdem man vor Rückrundenbeginn noch ein ausgeglichenes Punktekonto aufweisen kann, steht man zum Saisonende auf dem 13. Tabellenplatz, der die Relegation bedeutet. Zwei Spieltage vor dem Ende der Serie übernimmt Karl Rößler die Mannschaft, nachdem Otto Nachtmann sein Amt zur Verfügung gestellt hat. Das erste Spiel gegen den TSV Donndorf wird in der Verlängerung 3:0 gewonnen und man trifft beim SV Waldsassen auf den Zweiten der A-Klasse Marktredwitz, den TSV Bärnau. 1000 Zuschauer sehen dabei eine klare Angelegenheit für den TSV und eine Wiesauer Mannschaft, die sich bei der 5:0 - Niederlage nicht annähernd gegen den drohenden Abstieg zur Wehr setzt. Nach einem Jahr Bezirksliga bedeutet dies die Rückkehr in die A-Klasse. Das erste Mal nach langer Zeit kann die SpVgg Wiesau zum Start 1994 keine A- und B-Jugend mehr stellen. Die weiteren Jahrgänge sind besser besetzt und bei den E- und F-Schülern können sogar zwei Mannschaften gestellt werden. Letztere holen sich dabei beide 1994 die Meisterschaft in ihrer Spielklasse.

Diese Generationslücke zu überbrücken, und vor allem bedacht darauf sein, dass in Zukunft kein neues Loch entstehen kann, ist für den Verein und damit für die Betreuer um Jugendleiter Richard Wachsmann Aufgabe und Herausforderung zugleich.

Der im Verein und als Freund geschätzte Spielleiter Richard Pappenberger verstirbt Anfang 1995.


1995/1996: Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga verliert die Mannschaft mit Rasp, Schuller, H. Stifter und Rath wieder einige Spieler. Svoboda, Bartsch und Rückkehrer Theo Ernstberger sind die Ergänzungen für das Spieljahr 1995/96, in dem die Mannschaft nach der Rückkehr in die A-Klasse den 5. Tabellenplatz erreicht. Großes Bedauern löst die schwere Verletzung des aus der Jugend stammenden Gerhard Enslein aus, der damit nach 138 Spielen in der ersten Mannschaft seine Fussballschuhe an den Nagel hängen muss. Nach der Serie wechseln Mirovsky und Zant den Verein und mit Csölle und den ehemaligen Jugendspielern Gebhard, Sperrer Jan Uwe und TW Höcht kommen vier Spieler neu zum Kader.

Die Spielserie 1996/97 bringt für die Rößler-Truppe erneut den fünften Tabellenplatz ein. TW Kropac verlässt nach der Saison den Verein, da Höcht bereits ab Winter für ihn in die Mannschaft eingebaut worden war. Lößl Herbert, der dem Kader ab und zu noch zur Verfügung stand, wird nach 447 Spielen in der ersten Mannschaft nur noch das AH-Team verstärken. Viereck wechselt beruflich bedingt. Wildenauer Werner, nach 318 Einsätzen, und Zölch verlassen den Verein.

Dementsprechend ist auch die Zahl an Neuzugängen für das Spieljahr 1997/98 recht stattlich. TW Müller, Brandl, Birner, Kraus, Patzina, Fuchs und Sperrer Tobias heißen die Ergänzungen für die Mannschaft, die am Ende einen beachtlichen vierten Platz belegt. Karl Rößler bringt es dabei auf 588 Einsätze für den Verein. Die Mannschaft möchte auch in der kommenden Serie wieder in der Spitzengruppe mitmischen und hat mit Müller und Blohmann nur zwei Abgänge zu verzeichnen.


1998/1999: Tschinkl, Bauer, Kostka und Pajer sind die neuen Namen für eine Serie, die von einem enttäuschenden Verlauf gekennzeichnet ist. Noch vor der Winterpause gibt Trainer Rößler sein Amt auf und der auch schon als Spieler und Jugendtrainer in Wiesau bekannte Wildenauer Peter wird sein Nachfolger. Das Ziel lautet nach einer total verkorksten Vorrunde nur noch Nichtabstieg und wird letztlich auch erreicht. Man macht zwar noch ein Entscheidungsspiel gegen den FC Nagel um den Relegationsplatz, welches mit 2:0 gewonnen wird und sich später als hinfällig erweist. Trainer Alexander betreut dabei erstmals die Mannschaft, da der scheidende Wildenauer sich zu diesem Zeitpunkt einer Operation unterziehen musste. Der 11.Tabellenplatz ist damit ein Abschluss, der nicht nur bei Zuschauern und Vereinsführung einiges an Enttäuschung zurücklässt. Auch einige Aktive sind davon betroffen und so stehen vor der neuen Serie wieder einige Wechsel auf dem Programm. Svoboda war bereits während der Serie verletzt ausgefallen und mit Markus und Jürgen Pappenberger, Kraus, Gebhard, Tschinkl, Sperrer Tobias und TW Höcht müssen einige Abgänge ausgeglichen werden.

1999/2000: Häckl Karl und Roland, Spitzl Rainer, Schrödl, Kunz Josef und TW Valta sind die neuen Namen im Kader und nach eigentlich gutem Auftakt in Griesbach fällt man im Verlauf der Vorrunde auf den vorletzten Tabellenplatz zurück, von dem man bis zum Serienende nicht mehr wegkommt. Mit Thomas Spitzl, Knaf und Horst Höfer kommen in der Winterpause noch drei Spieler hinzu und man erspielt sich in den letzten zehn Spielen mehr Punkte als in den vorangegangenen 16 Spielen, doch reicht dies nicht mehr, um den Abstieg in die Kreisklasse im Jubiläumsjahr zu verhindern.

2000/2001: Nach dem Abstieg der 1. Mannschaft zu unserem 75. Jubiläum wird alles daran gesetzt, den sofortigen Wiederaufstieg in die Kreisliga zu verwirklichen. Neuzugänge in dieser Spielzeit waren Mario Gebhard und Umüt Kaya. Diese Spielzeit war geprägt vom Zweikampf der SpVgg Wiesau mit dem SV Mitterteich II. Leider verließ Trainer Alexander Ende März, trotz eines 2. Platzes, den Verein und Franz Dürrschmidt übernahm die Leitung der Mannschaft. Dieser baute einige altbekannte Spieler wie Heiner Härtl und Theo Ernstberger ein. Am Saisonende stand der zweite Rang und es kam zum Ausscheidungsspiel gegen Neualbenreuth. Ein Traumtor von Thomas Spitzl markierte den Ausgleich und ermöglichte so das Elfmeterschießen, das Wiesau für sich entscheiden konnte. Dies bedeutete den Wiederaufstieg in die Kreisliga. In diesem Jahr übernahm Franz Dürrschmidt zusätzlich den Posten des 2. Vorsitzenden, der nach dem Ausscheiden von Fritz Fröhlich zu besetzen war.

In der Spielzeit 2001/2002 wurden neue, junge Kräfte mit Markus Pappenberger, Matthias Dutz, Erich Göhl, TW Thomas Höfer eingebaut. Stefan Eismann, Jürgen Kunz, Martin Pechtl kamen aus der eigenen Jugend hinzu. Den Verein verließen die Spieler Kannenberg und Kaya. Auch Kendy Mathes, der Torschützenkönig der Reserve mit über 40 Treffern, verließ aus beruflichen Gründen den Verein. Das Jahr begann mit einem sportlichen Höhepunkt. Die Amateure des VfB Stuttgart gaben ein Gastspiel bei der SpVgg. Die Qualität der Mannschaften war etwas ungleich und so ging das Spiel knapp mit 14 : 0 verloren. Als Saisonziel wurde von Trainer Dürrschmidt der Nichtabstieg ausgegeben. Jedoch klebte das Pech unserer Mannschaft von Saisonbeginn an den Schlappen. Viele Stammspieler fielen längerfristig durch Verletzungen aus, die von den Mitspielern leider nicht kompensiert werden konnten. Folglich musste die Mannschaft wieder den schweren Gang in die Kreisklasse antreten.


Zu Saisonbeginn 2002/2003 tauschte die Spielvereinigung mit Irchenrieth ihre tschechischen Spieler. Czölle, Koska und Pajer gingen nach Irchenrieth und es kamen Richard Pavel, Peter Blaha und Miroslav „Balu“ Bican. Weitere Neuzugänge waren Christian Bergler, ETW Vaclav Zima und der Rückkehrer Tobias Sperrer. Das vorgegebene Ziel war natürlich der 1. Platz, um den sofortigen Wiederaufstieg in die Kreisliga zu schaffen. Nach einer erfolgreichen Vorrunde verstärkte sich die SpVgg in der Winterpause nochmals mit Andreas und Roman Uhlig. Durch geschlossene Mannschaftsleistungen und nicht zuletzt durch den Torschützenkönig der Kreisklasse, Richard Pavel, stieg die Mannschaft postwendend wieder in die Kreisliga auf. Letzterer schoss in der Spielzeit 32 Tore. Die Meisterschaft wurde feucht-fröhlich über zwei Tage im Sportzentrum und beim „Bayer Hans“ gefeiert.

Die Vorgabe für die Saison 2003/2004 wurde von Trainer Dürrschmidt klar formuliert: Aufstieg! Um den Kader für dieses Vorhaben zu verstärken, wurden Jürgen Pappenberger, Lucian Gita und Johannes Bächer gewonnen. Patrick Hofmann und Florian Greger stießen aus der eigenen Jugend hinzu. Die Dürrschmidt-Truppe erwies sich auch in dieser Saison äußerst spielstark, konnte jedoch nicht die notwendigen Punkte in der Vorrunde einfahren, um sich unter den Aufstiegsrängen zu platzieren. Durch eine furiose Rückrundenleistung, bei dem alle Spitzenklubs der Kreisliga geschlagen wurden, schaffte man trotzdem noch den zweiten Rang, der zum Ausscheidungsspiel gegen den ewigen Rivalen SV Mitterteich (Bezirksliga) berechtigte. Trotz toller Zuschauerunterstützung (ca. 1000) konnte die Mannschaft ihre gute Saisonleistung zum Ausscheidungsspiel in Waldsassen nicht mehr abrufen. Hinzu kamen noch einige Ausfälle von Stammspielern, die schmerzlich vermisst wurden. Das Spiel ging mit 2:1 verloren, was das Ende der Aufstiegsträume bedeutete. Nach dieser Saison verließen, Pavel, Blaha, Gita und Jürgen Pappenberger die Mannschaft.

2004/2005: Um diese Hochkaräter auszugleichen wurden Tobias Püttner, Alexander Lapschin und Martin Kubon verpflichtet. Außerdem setzte man auf Nachwuchskräfte aus der eigenen A-Jugend, wie Martin Bächer und Matthias Härtl, die sich nahtlos in den Kader einfügten. Die Saison war ein auf und ab der Gefühle. Zwar spielte man zeitweise sehr guten Fußball, gab aber leichtfertig Punkte an vermeintlich schwache Gegner ab, so dass man eigentlich nicht mehr um den Aufstieg mitspielte. Durch eine schwere Verletzung von Torwart Höfer wurde zur Winterpause Andreas Kern geholt. Außerdem setzte die SpVgg ab der Winterpause nochmals verstärkt auf junge Spieler aus der Jugend, um diesen Spielpraxis in der ersten Mannschaft zu gewähren. Nach guten Rückrundenleistungen, wie z. B. beim 2: 1 Sieg gegen den bis dato ungeschlagenen ZV Thierstein und ein Einbrechen der vorne platzierten Vereine ließ den Aufstieg wieder greifbar erscheinen. Leider gab man wie in der Vorrunde wieder Punkte an schwächere Mannschaften ab und man konnte nur noch den undankbaren 3. Platz erreichen. Kubon und Radek verließen den Verein.

Natürlich darf man auch die Erfolge im Jugendbereich nicht vergessen. Dieser wurde die letzten Jahre von Freddy Klarner geleitet. Seine Jugendleiterzeit wurde jedoch für zwei Jahre durch einen beruflichen Abstecher nach USA unterbrochen. In dieser Zeit übernahm Franz Dürrschmidt zusätzlich zum Traineramt und zweiten Vorstand als Jugendkoordinator die Verantwortung. Die letzten fünf Jahre waren eine äußerst erfolgreiche Zeit für die Jugend der SpVgg Wiesau. Nicht zuletzt wegen der Arbeit unserer Jugendtrainer und deren Helfer. Herausnehmen möchte ich hierfür die Mannschaft von Rudolf Fichtner, die in den letzten Jahren von Erfolg zu Erfolg hetzten. Baupokalfinale, Bezirksligameister, Hallenkreismeister, und mehrmaliges Aufsteigen in höhere Klassen sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dieser Erfolgsgeschichte. Was die guten Leistungen unserer Jugendabteilungen noch unterstreicht ist die Spielzeit 04/05, mit Aufstieg der A-Jugend in die Bezirksoberliga unter Harald Fritsch und Gerald Piwonka, C1-Jugend-Aufstieg unter Manfred Wildenauer und Gerald Spörrer in die Bezirksoberliga und dem guten Abschneiden der B-Jugend unter Rudi Fichtner ebenfalls in der Bezirksoberliga. Leider muss man aber auch den Erfolg mit einem weinenden Auge sehen, denn viele junge Spieler werden durch die Erfolge auch für hochklassige Vereine interessant. Ob dies immer eine gute Lösung für den jungen Spieler ist, sei dahingestellt. Wir dürfen trotzdem auf tolle Leistungen und Erfolge, die unsere Jugendmannschaften erreichen, stolz sein.

2005/2006: Franz Dürrschmidt tritt als Trainer zurück und Andreas Uhlig, bisher Spieler, übernimmt als Spielertrainer das Kommando. Büttner, Lapschin und Kern verlassen die SpVgg wieder, Alexander Bächer, Benjamin Budek und Matthias Schreyer werden neu in den Kader der 1. Mannschaft aufgenommen. Die A-Jugendlichen Sebastian Höfer und Christoph Bader, sowie nach der Winterpause die A-Jugend-Rückkehrer Daniel Hösl und Ralph Fichtner ergänzen die Mannschaft. Eine durchwachsene Kreisliga-Saison endet mit dem 6. Tabellenplatz.

In der Generalversammlung 2005 wird der bisherige Vorstand in seinem Amt bestätigt, zum neuen Jugendleiter wird Wolfgang Lang gewählt.

2006/2007: Viele Spielerabgänge lassen das Schlimmste befürchten. Martin Bächer wechselt zum Landesligisten SV Mitterteich, Benjamin Budek, Matthias Schreyer, Alexander Bächer, Stefan Eismann und Peter Sangl schließen sich anderen Vereinen an, Matthias Dutz steht aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. In die Mannschaft rücken die Jugendspieler Christoph Bader, Ralph Fichtner, Sebastian Höfer und Daniel Hösl auf, die A-Jugendlichen Daniel Wölfel und Michael Stilp sollen die Mannschaft unterstützen. Weitere Neuzugänge sind Michael Hecht, Petr Knaf, Alexander Scharnagl und in der Rückrunde unser ehemaliger Jugendspieler Fabian Bartl, sowie der nach langer Krankheit wieder genesene Petr Blaha.

Die Mannschaft aus erfahrenen Spielern und unseren jungen Burschen zeigt von Beginn an herzerfrischenden Fußball und wird „Herbstmeister“. Leider kann das Niveau der Vorrunde nicht gehalten werden und man fällt zurück. Durch einen grandiosen Schlussspurt mit einer Serie von zehn Spielen ohne Niederlage erreicht man mit 62 Punkten und 93:35 Toren noch den Gleichstand mit dem SC Mähring. Im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft in Mitterteich besiegt die junge Truppe um Trainer Andreas Uhlig nach einer Glanzvorstellung vor 1000 Zuschauern den SC Mähring mit 4:0 und steigt in die Bezirksliga Oberfranken Ost auf.


Hinten von li nach re: „Edelfan“ Freddy Klarner, Johannes Bächer, Michael Stilp, Fabian Bartl, Michael Wachsmann, Matthias Härtl, Daniel Wölfel, Sebastian Höfer, Ralph Fichtner, Roman Uhlig, Heinz Tschirn, Benjamin Pilz, Fan Bastian Ernstberger, Masseur Erich Lang, Wolfgang Lang, Vorstand Oliver Sturm

Vorne v. li nach re: Michael Hecht, Andreas Uhlig, Martin Pechtl, Thomas Höfer, Petr Blaha, Petr Knaf, Michael Renner, Patrick Hofmann, Daniel Hösl


Die zweite Mannschaft landet nach einer durchwachsenen Saison auf Platz 14.

2007/2008: Trainer Andreas Uhlig wechselt zum SC Mähring, Nachfolger wird der bisherige Jugendtrainer Rudolf Fichtner. Die Mannschaft wird mit den Rückkehrern Mario Gebhard, Stefan Eismann, Alexander Bächer und TW Anton Zintl, sowie den Jugendspielern Michael Dutz, Benjamin Lauton, Sebastian Sterl und Fabian Polster verstärkt.

Getragen von der Aufstiegseuphorie zeigt das junge Team guten Angriffsfußball und setzt sich von Beginn an im Mittelfeld fest. Vor allem durch ihr schnelles und technisch gutes Spiel kann die Mannschaft die Zuschauer überzeugen und so manchen Gegner beeindrucken. Am Ende wird mit 43 Punkten ein beachtlicher 5. Platz erreicht.


Unsere 2. Mannschaft wird durch Teamgeist, Trainingsfleiß und Einsatzwillen mit 72 Punkten und 111:37 Toren Meister der A-Klasse und steigt in die Kreisklasse Stiftland auf.



Im Jugendbereich sind in allen Altersgruppen erste Personalprobleme erkennbar. Nach intensiven Gesprächen unseres Jugendleiters Wolfgang Lang mit den Verantwortlichen der DJK Falkenberg kommt es zu einer ersten Spielgemeinschaft mit der B-Jugend.

2008/2009: Petr Blaha, Peter Sangl und Christoph Bader verlassen die SpVgg. Benjamin Budek, Jürgen Kunz, Thomas Haberzett und Andreas Char, ehemalige Jugendspieler, kommen zurück. Für die Rückrunde kann Volker Höcht verpflichtet werden und die A-Jugendlichen Moritz Höfer und Jan-Frederik Spörrer sind für den Einsatz in der Seniorenmannschaft frei. Nach einem Superstart rutscht die Mannschaft durch eine Niederlagenserie in das untere Tabellendrittel ab. Durch Charakterstärke, engen Zusammenhalt im Kader und großem Kampfgeist kann am Ende der Klassenerhalt mit dem 11. Platz gefeiert werden.

Die 2. Mannschaft zeigt, dass sie in der Kreisklasse bestehen kann und beendet die erste Serie mit 40 Punkten auf dem 9. Tabellenplatz.

Bei der Generalversammlung im Januar 2009 übernimmt mit Frau Nurcan Sagner erstmals eine Frau den Vereinsvorsitz. Stellvertreter wird Peter Sagner. Durch Satzungsänderung wird Werner Lauton im September 2009 zum weiteren stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

2009/2010: Martin Bächer und Jürgen Schmieder, sowie die Jugendlichen Andreas Spörrer und Matthias Kreuzer ergänzen den Kader. Andreas Char kehrt nach vier Spielen zu seinem Heimatverein zurück. Nach gelungenem Start setzt man sich in der Spitzengruppe fest. Durch drei Heimniederlagen ist der Kontakt zu den Aufstiegsplätzen verspielt. Für die Rückrunde erhalten wir Verstärkung durch Ertac Tonka und „Auslandsrückkehrer“ Ralph Fichtner. Auch durch eine Serie von zehn Spielen ohne

Niederlage kann die Lücke zur Spitze nicht mehr geschlossen werden und am Ende steht Platz 5 zu Buche.

In der Halle konnten großartige Erfolge gefeiert werden. Nach dem Gewinn des Masters-Cup in Mitterteich gegen den FC Tirschenreuth, das durch Siebenmeterschießen mit 8:7 für uns entschieden wird, gelingt auch der Sieg bei der Kreismeisterschaft Hof/Marktredwitz in Selb durch einen 2:0-Sieg gegen den Landesligisten SpVgg Selbitz.





Bei der Bezirksmeisterschaft in Mitterteich wird trotz großem Verletzungspech der beachtliche 4. Platz erreicht.


Die zweite Mannschaft kommt in der Saison 2009/2010 durch Personalprobleme in Abstiegsnöte und sichert erst am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt.

Im September 2009 wird auf Initiative von Manfred Vollath der Förderverein SpVgg Wiesau e.V. gegründet. Bis heute zählt der Verein 30 Mitglieder. Neue sind jederzeit herzlich willkommen. Als 1. Vorstand fungiert Manfred Vollath, Thomas Ehrenfriedt ist 2. Vorsitzender.

Im Jugendbereich ist es bei den D-, C-, B- und A-Jugendlichen aufgrund des Spielermangels nur gemeinsam mit der DJK Falkenberg möglich Mannschaften zu stellen. Hier sollte unser Hauptaugenmerk der nächsten Jahre liegen, denn die Vereinsgeschichte zeigt uns, dass Defizite im Jugendbereich mittelfristig immer den gesamten Spielbetrieb eines Vereines betreffen. Derzeit bestehen unsere 1. und 2. Mannschaft fast vollständig aus Eigengewächsen unserer Jugendarbeit und es muss das Bestreben aller Verantwortlichen und Mitglieder sein, sich mit Unterstützung der Eltern aktiv in die Jugendarbeit einzubringen und so ihren Teil an der Zukunft der SpVgg Wiesau beizutragen.



Die SpVgg sagt DANKE Petr Knaf!










 

                                       

 
           

 

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